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Psychologie

   

Introvertierte laden ihre Batterien im Alleinsein auf, sie sind im zwischenmenschlichen Kontakt schneller erschöpft als Extravertierte und benötigen ihn auch nicht so sehr.

Extravertierte laden ihre Batterien in netter Gesellschaft auf und sind eher ungern allein. Sie brauchen insgesamt einen höheren Input an äußeren Reizen als Intros, damit sie sich stimuliert fühlen und ihr Interesse erregt wird. Intros hingegen reagieren empfindlicher auf Reize von außen und fühlen sich deswegen auch schneller als Extras reizüberflutet.

Wenn wir unsere Probleme in unserem heutigen Leben lösen möchten, dann müssen wir auf einer tieferen Ebene verstehen, worin unser eigentliches Problem besteht. Hierfür ist es wichtig, dass das Schattenkind in uns zu Wort kommen darf, damit wir erkennen, wo unsere Schwachpunkte, unser sogenannten Trigger sind.

Ganz ähnlich verhält es sich auch mit unserem Schattenkind. Wenn seine Angst, Scham oder Wut nie wirklich zu Wort kommen dürfen, wirken sie im Untergrund unseres Bewusstseins weiter. Dort stiften sie Unheil, ohne dass das Erwachsenen-Ich dies zur Kenntnis nimmt. Und dann passiert genau das: Das unliebsame, verdrängte Schattenkind bricht sich von Zeit zu Zeit mit aller Macht Bahn und entlädt seine Wut auf einem Nebenschauplatz.

Unter einem inneren Glaubenssatz versteht man eine tief verankerte Überzeugung, die etwas über unseren Selbstwert und unsere Beziehungen zu anderen Menschen aussagt. Glaubenssätze entstehen zwar in der Kindheit, aber sie verankern sich tief in unserem Unbewussten. Und so werden sie unbewusst ins Erwachsenenalter als psychisches Programm übernommen. Sie haben einen erheblichen Einfluss darauf, wie wir wahrnehmen, fühlen, denken und handeln.     

Unsere Glaubenssätze sind quasi unser psychisches Betriebssystem. So einfach und simpel sie auch lauten mögen, üben sie eine ungeheure Macht auf uns aus – im Guten wie im Schlechten, also im Sonnen- wie im Schattenkind. Glaubenssätze sind die Brille, durch die wir die Wirklichkeit sehen. Deswegen ist es sehr wichtig, dass wir uns mit ihnen befassen.

Kinder, die zu sehr verwöhnt wurden, entwickeln eine geringe Frustrationstoleranz. Sie halten also auch kleinere Frustrationen ihrer Bedürfnisse schlecht aus.

Wichtig ist auch die Frage, welches Vorbild die eigenen Eltern einem gegeben haben. Wenn ein Mädchen beispielsweise eine ganz liebe, aber etwas schwache Mutter hat, die sich ständig dem dominanten Vater anpasst, so kann es durch die Identifikation mit seiner Mutter Glaubenssätze entwickeln wie „Frauen sind schwach“, „Ich muss mich anpassen“, „Ich darf nicht widersprechen“. Oder es entwickelt in Abgrenzung von der Mutter Glaubenssätze wie „Ich muss mich wehren“, „Ich darf mich niemals unterordnen“, „Männer sind gefährlich“.

Man hat keinen direkten Einfluss darauf, ob der Partner sein Verhalten verändert. Man kann ihn höchstens darum bitten, ihn vielleicht auch unter Druck setzen. Aber ob das zum gewünschten Ergebnis führt, liegt letztlich nicht in deiner Hand. Der einzige Mensch, auf den wir Einfluss nehmen können, sind wir selbst. Wenn du also aktiv an der Situation etwas verändern möchtest, dann musst du an deinem eigenen Anteil arbeiten.

Die Verletzung des Glaubenssatzes *Interpretation der Wirklichkeit*Gefühl*Verhalten ist dem Partner nicht bewusst. Sein Bewusstsein setzt erst bei der Wut ein, der tiefer liegende Auslöser bleibt für ihn unerkannt. Er weiß nichts von seinen Glaubenssätzen und ihm ist auch nicht bewusst, dass seiner Wut ein Gefühl der Kränkung vorausgeht. Und genau hierin liegt das Problem: Situationen und Begegnungen können in uns blitzschnell Gefühle auslösen, die uns quasi „kapern“ und unser Denken und Handeln steuern. Sei es Wut, Trauer, Einsamkeit, Angst, Neid, aber auch Freude, Glück und Liebe.

Wut stellt sich immer dann ein, wenn ein wichtiges körperliches oder psychisches Grundbedürfnis von uns frustriert wird.

Wenn ein Mensch wenig Kontakt zu seinen Gefühlen hat, dann ist auch sein Kontakt zu seinen Bedürfnissen gestört.