Claudia Haak 

Astrologie

 

Der Spiegel zeigt dir dein Gesicht, die Astrologie zeigt dir dein Leben. Du kannst zwar  durch die Astrologie keine Lebenssituation vermeiden, du kannst jedoch durch die Astrologie verstehen, was geschehen ist .

Die klassische Astrologie konzentriert sich in erster Linie auf Charakteranalyse und Prognose.

Von der Magie des Himmels

Während die Astronomie die Wissenschaft der Gestirne ist und mit naturwissenschaftlichen Mitteln die Positionen, Bewegungen und Eigenschaften der Objekte im Universum erforscht, spricht man bei der Astrologie von einer Erfahrungswissenschaft. Sie basiert auf jahrhunderterlanger Beobachtung, Erforschung, Erfassung und Deutung der Zusammenhänge von Himmelskörpern beziehungsweise kosmischen Ereignissen und den zeitgleich stattfindenden Geschehnissen auf der Erde. Der Sternenhimmel hat einfach eine magische Anziehungskraft. Wen erstaunt es da, dass Menschen seit Anbeginn der Zeit überzeugt waren, dass dieser magisch funkelnde Nachthimmel Geheimnisse und tiefe Weisheit in sich trägt. Unsere Vorfahren betrachteten den Himmel als beseelt und die Astrologie stellte für sie eine Verbindung zwischen den Menschen, der Natur und der göttlichen Energie dar.

 

So kommt auch das Wort Horoskop aus dem Griechischen und bedeutet „Blick in die Stunde“. Das Horoskop ist die grafische Abbildung der Planetenstände zum Zeitpunkt unserer Geburt, bezogen auf einen bestimmten Ort. Die Geburtszeit wird dabei auf den ersten Atemzug des Babys ausgestellt. Im Moment des ersten Atemzuges beginnt das Kind seine eigene Einstimmung auf die Energie des Universums. Das Horoskop beinhaltet die tiefe Botschaft über die einzigartige kosmische Bedeutung des Menschen. Dass die Betrachtung des Universums eine hochspirituelle Dimension hat, wird an dieser Stelle einmal mehr deutlich.

 

Was hat es mit dem 13. Sternzeichen, dem so genannten „Schlangenträger“ auf sich?

Der Schlangenträger (Ophiuchus) ist ein Sternbild, also eine virtuelle Zusammenfassung von Fixternen. Dieses Sternbild befindet sich in etwa auch dort, wo das Sternbild Skorpion (Scorpius) und Schütze (Sagittarius) ist. Da der Bereich des Schlangenträgers bereits durch Skorpion und Schütze abgedeckt ist, wird er in der westlichen Astrologie als Namensgeber nicht herangezogen.
Immer wieder taucht in den Medien das ominöse 13. Tierkreiszeichen auf, welches bei astrologischen Laien dazu führt, die gesamte Astrologie in Frage zu stellen.

Zum ersten muss geklärt werden, dass ein Tierkreiszeichen nicht dasselbe ist wie ein Sternbild!
Die Erde ist eine Kugel, welche sich im Weltraum bewegt. Rund um diese Kugel gibt es in alle nur erdenklichen Richtungen Sterne (= von sich aus leuchtende Himmelskörper), welche bereits vor Jahrtausenden zu „Sternbildern“ zusammengefasst wurden. Die bekanntesten sind unter anderem „Der Große Wagen“, „Orion“, „Das Sommerdreieck“, „Cassiopeia“ oder „Andromeda“. Es sind virtuell zusammengefasste Gruppen von Fixsternen, welche die gesamte Erde in allen Richtungen umspannen.

Die Erde bewegt sich in einer elliptischen Bahn um die Sonne, welche das Zentrum unseres Sonnensystems darstellt. Für 1 Umlauf um die Sonne benötigt die Erde 365,25 Tage. Alle anderen Planeten unseres Sonnensystems – Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und der Zwergplanet Pluto – bewegen sich ebenfalls in elliptischen Bahnen um die Sonne. Das interessante dabei ist, dass alle Planeten unseres Sonnensystems – also auch die Erde – sich dabei annähernd auf einer Ebene um die Sonne bewegen!

Man könnte sich das wie eine Schallplatte vorstellen: in der (ungefähren) Mitte steht die Sonne (sie würde in diesem Vergleich dem Dorn entsprechen, auf welchem die Schallplatte auf den Teller gelegt wird), und alle Planeten unseres Sonnensystems sitzen auf dieser Schallplatte und drehen sich um den Punkt in der Mitte. Diese Ebene, welche aufgrund der Planeten um unsere Sonne gebildet wird, nennt man Ekliptik. Natürlich gibt es über und unter dieser Ebene die oben bereits erwähnten Fixsterne und „Sternbilder“, sie sind ja nicht an diese Ebene gebunden, sondern liegen im dreidimensionalen Raum.

Alleine daraus ist bereits erkennbar, dass Sternbilder nichts mit der Ekliptik zu tun haben. Sie bilden so quasi den endlosen, 3-dimensionalen Hintergrund über, unter und hinter unserem kleinen, 2-dimensionalen (weil in einer Ebene liegenden) Sonnensystem.

Nun ist es so, dass es Sternbilder gibt, die in etwa auf Höhe dieser 2-dimensionalen Ebene liegen. Es gibt also Sternbilder, die über der Ekliptik liegen, welche darunter und eben auch welche, die ziemlich genau auf der Ekliptik liegen. Genau diese Sternbilder, die in etwa auf Höhe der Ekliptik liegen, sind nun die spannenden! Sie können eher klein sein, wie z.B. das Sternbild „Widder“, sie können aber auch sehr groß sein, wie z.B. das Sternbild „Fische“. Diese Sternbilder – also virtuelle Zusammenfassungen von Sternen auf Höhe der Ekliptik – sind nun Namensgeber für unsere Tierkreiszeichen!

Was ist nun ein Tierkreiszeichen im Vergleich dazu?
Wie oben beschrieben, bewegt sich die Erde in einer elliptischen Bahn um die Sonne. Da eine „kreisförmige“ Bahn keinen Anfang und kein Ende hat, wurde ein Anfangspunkt per Definition festgelegt. Als Anfangspunkt wurde der Punkt gewählt, den die Sonne zur Tag- und Nachtgleiche im Frühjahr markiert. Dieser Startpunkt hat also etwas mit dem Bezug Sonne-Erde zu tun, die Fixsterne im Hintergrund spielen dabei überhaupt keine Rolle!

Wozu Tierkreiszeichen?
Ein Kreis hat 360 Grad. Im Laufe von ca. 365 Tagen (= 1 Jahr) umrundet die Erde nun die Sonne und legt somit die 360° des Kreises zurück. Da unser Erleben auf der Erde stattfindet, sieht es von uns aus so aus, als würde die Sonne ca. 365 Tage brauchen, die Erde (vor dem Hintergrund des Fixsternhimmels) zu umrunden. Nach dieser Zeit ist die Sonne wieder an dem Punkt angekommen, welcher den Startpunkt des Kreises markiert.
Von diesem Startpunkt aus gemessen, welcher um den 21. März jedes Jahres liegt, könnte man nun im Herbst sagen, die Sonne befindet sich nun 187° vom Startpunkt entfernt oder im Winter, dass sie nun 275° vom Startpunkt entfernt liegt. Könnte man – versteht dann nur niemand!

Um also eine leichtere Verständlichkeit zu haben, wurde der 360°-Kreis in 12 Abschnitte zu je 30° geteilt. So, als würde man die Schallplatte in 12 gleich große, tortenstückförmige Teile schneiden.

Am Startpunkt = 0° beginnt „Widder“. Der Name ist vom Sternbild abgeleitet, welches auf der Ebene der Ekliptik liegt. Das Tierkreiszeichen ist ein Ekliptikabschnitt, das Sternbild eine virtuelle Zusammenfassung von Fixsternen im Raum. Das einzige, was sie gleich haben, ist der Name!
Der erste 30° Abschnitt heißt „Widder“ (0°-30°), die nächsten 30° werden „Stier“ (30°-60°) genannt, die nächsten 30° „Zwillinge“ (60°-90°).

Mit jeweils 30° Abschnitten geht es weiter: Krebs (90°-120°), Löwe (120°-150°), Jungfrau (150°-180°), Waage (180°-210°), Skorpion (210°-240°), Schütze (240°-270°), Steinbock (270°-300°), Wassermann (300°-330°), Fische (330°-360°). 360° ist gleich 0°, damit geht es beim Widder erneut los.

Jeder Abschnitt auf der Ekliptik hat also den Namen eines Sternbildes erhalten, welches in etwa auf der Ekliptik in diesem Bereich liegt. Das Sternbild Widder ist ein sehr schmales Sternbild in seiner ekliptikalen Ausdehnung, das Tierkreiszeichen Widder (also der erste Abschnitt der Ekliptik) umfasst aber genau 30°. Das Sternbild Fische ist hingegen ein sehr breites Sternbild in seiner ekliptikalen Ausdehnung, während das Tierkreiszeichen Fische auch genau 30° umfasst.

 

Psychologische Astrologie

Ähnlich einer Uhr, die nicht die Zeit macht, sondern sie lediglich anzeigt, bestimmen bei der psychologischen Astrologie nicht die Sterne unser Leben, sondern sie liefern lediglich ein genaues Abbild der in uns wirkenden Energien. Jeder Einzelne hat die Wahl, wie er diese Energien zum Ausdruck bringt. Du kannst dich nicht für ein anderes Horoskop entscheiden, aber du kannst wählen, ob du diese Energien aktiv lebst und damit schöpferisch dein Leben bestimmst oder aber passiv erleidest, z.B. in Form von Krankheiten, die dir dann wichtige Hinweise geben. Es kann dann auch sein, dass dir dein Partner/in, Kollegen oder Freunde diese Energien, die du nicht aktiv lebst, spiegelnd vorleben.

Das Geburts- oder Persönlichkeitshoroskop weist uns unseren Weg. Es ermöglicht uns unser Potential und unsere Schwächen und Blockaden zu erkennen. Es zeigt die Schattierungen deines Charakters.

Stell dir das Geburtshoroskop wie das mathematisch genau berechnete Foto aller Planeten am Himmel im Augenblick deiner Geburt vor. 

Diese Planeten prägen deine Persönlichkeit je nach Stellung in Tierkreiszeichen, Häusern (Lebens-bereichen) und Beziehungen zueinander (Aspekte).

Dein Geburtsdatum verrät, in welchem Tierkreiszeichen sich die Sonne am Tag deiner Geburt befand. Man spricht auch vom Sternzeichen. Die zwölf Sternzeichen symbolisieren zwölf verschiedene menschliche Charaktertypen.  

So wichtig das eigene Tierkreiszeichen aber auch sein mag, bedenke bitte, dass es nur eines von mehreren gleichrangigen Elementen in einem Horoskop darstellt.

Wenn du z.B. vom Sonnenzeichen her ein Widder bist, aber Aszendent und mehrere andere Planeten wie Venus, Merkur oder Mars im Stier stehen hast, überwiegen zweifellos die Stier- Eigenschaften. Ein Horoskop besteht aus sehr vielen Einflüssen, die erst im Zusammenhang ein komplettes Bild ergeben. Die Sonne ist in deinem Horoskop ein zentraler Punkt, hat sie doch sehr viel mit dem innersten Kern deines Wesens zu tun. Sie ist der mächtigste unter den Planeten, schließlich ist sie der Pol, um den sich alles dreht und von dem das Leben abhängig ist.

Sie steht für das Ich, den Geist, die Aktivität und die Lebenskraft. Sie symbolisiert das Eigenstreben, treibt uns an. Sie ermöglicht uns, Einfluss auf die Umwelt auszuüben und uns selbst zu verwirklichen.

Ist die Sonne in einem Horoskop stark und gut gestellt (damit sind ihre Zeichen- und Häuserstellung und ihre Aspekte, die sie mit anderen Planeten bildet, gemeint), so deutet dies auf einen selbstbewussten Charakter hin. Diese Menschen vertrauen auf ihre innere Stärke und Erkenntnisfähigkeit und lassen sich nicht von vorherrschenden Meinungen beeinflussen. Sie sind echte Persönlichkeiten, die mit sich selbst im Reinen sind und ihre Fähigkeiten zum Wohle anderer einsetzen.

Die kritische Sonne macht dagegen oft selbstsüchtig, bringt viele Einschränkungen und Hindernisse im Leben. Typisch für diese Menschen ist, dass sie Untergebenen gegenüber meist hart und mitleidslos auftreten.

Die Sonne durchläuft (ungefähr) den

Widder (21.03.-20.04.)

Stier (21.04.-21.05.)

Zwillinge (22.05.-21.06.)

Krebs (22.06.-22.07.)

Löwe (23.07.-23.08.)

Jungfrau (24.08.-23.09.)

Waage (24.09.-23.10.)

Skorpion (24.10.-22.11.)

Schütze (23.11.-21.12.)

Steinbock (22.12.-20.01.)

Wassermann (21.01.-19.02.)

Fische (20.02.-20.03.)

Da unser Sonnenjahr nicht genau 365 Tage besitzt, sondern einige Stunden mehr, die alle vier Jahre durch ein Schaltjahr ausgeglichen werden müssen, ergeben sich Verschiebungen. Wenn du also an einem Schnittpunkt der Sonnen-Übertritte von einem Sternzeichen in das andere geboren bist, kannst du noch zum vorhergehenden oder bereits zum nächsten Sternzeichen gehören. Nur das Geburtsjahr und die genaue Geburtsstunde können dann darüber Auskunft geben, ob du beispielsweise noch ein Widder oder schon ein Stier bist. Die Sonne nimmt jeweils den Charakter des Tierkreiszeichens an, in dem sie sich gerade befindet.

Sonne im Widder

Die Sonne im Widder gibt grundsätzlich sehr viel Energie und Lebenskraft. Menschen mit dieser Sonnenstellung sind ihrem Wesen nach Bahnbrecher und Pioniere, drängen in führende Stellungen und Positionen. Typisch sind die starke Willenskraft, die große Begeisterungsfähigkeit, das Durchsetzungsvermögen, die schnelle Entschlossenheit und das manchmal sehr aufgeregte, jähzornige Wesen.

Sonne im Stier

Wer die Sonne im Stier hat, will alles im Leben gründlich sichern, sammelt und versteckt sein Geld. Menschen mit Sonne im Stier sind von ihrem Wesen her konservativ veranlagt und sehr von ihren eigenen Fähigkeiten eingenommen. Sie sind wahre Genussmenschen, die die Bequemlichkeit lieben, gutes Essen zu schätzen wissen und auch großen Kunstsinn haben. In ihrer Zuneigung sind sie meist treu, beschenken andere gerne und erweisen uneigennützige Hilfestellungen. Bisweilen allerdings stur und völlig unbeweglich. Eignung für methodische Arbeiten.

Sonne in den Zwillingen

Die Sonne in den Zwillingen macht schlau, rastlos und kontaktfreudig. Diese Menschen reden meist gern und viel, sind insgesamt sehr flexibel und anpassungsfähig, manchmal aber auch opportunistisch und oberflächlich. Im Auftreten freundlich, gewandt und höflich. Gefühle und Gedanken ändern sich ständig. Es fehlt bisweilen an Konstanz im Leben. Eignung zum Redner oder Schreiber.

Sonne im Krebs

Menschen mit der Sonne im Krebs haben ein gutes Gedächtnis, besitzen von Natur aus ein großes Einfühlungsvermögen, da sie sehr sensibel sind. Sie hängen fest an Heimat und Familie und leben bewusstseinsmäßig vielfach in der Vergangenheit. Da sie oft wenig Selbstvertrauen besitzen und sehr empfänglich für äußere Eindrücke sind, sind sie leicht zu beeinflussen. Starke Gefühlsäußerungen, bisweilen Hysterie. Menschen mit diesem Sonnenstand sind geeignet für Tätigkeiten, in denen sie ihre menschliche Wärme einbringen können.

Sonne im Löwen

Die Sonne im Löwen zeigt grundsätzlich eine Neigung zu Glücksspielen an. Sie will dominieren und im Mittelpunkt stehen. Wie die Widder-Sonne ist auch sie befähigt zu führen und zu herrschen. Meist handelt es sich bei diesem Sonnenstand um treue, aufrichtige Menschen, denen alles Gemeine und Niedrige zutiefst zuwider ist. Ausgeprägt sind Selbstachtung, Würde und Stolz. Bei kritischer Ausprägung Machtmissbrauch in der Liebe, Herrschsucht, Anmaßung und unangenehmer Geltungsdrang. Die Löwe-Sonne eignet sich für höhere Positionen oder auch für freiberufliche Tätigkeiten.

Sonne in der Jungfrau

Die Sonne in der Jungfrau macht korrekt, pünktlich und methodisch im Vorgehen. Auffallend ist die Konzentration auf Einzelheiten, wobei oft der Blick für die großen Zusammenhänge verloren geht. Im negativen Fall kann dies leicht zu Engstirnigkeit führen. Grundsätzlich aber fröhlich veranlagt und sehr aufgeschlossen in Gesellschaft. Meist sind praktische Fähigkeiten vorhanden. Wenig Eignung jedoch zu freiberuflichen Tätigkeiten. Die Sonne in der Jungfrau gilt als der beste Angestellte.

Sonne in der Waage

Bei Menschen mit Sonne in der Waage ist fast immer ein ausgeprägter Hang zu Luxus und Wohlleben zu beobachten. Das Geld fließt meist schnell durch die Hände. Eine große Rolle spielt die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Ausgeprägt sind der Gerechtigkeitssinn, die angeborene künstlerische Ader, der hohe ästhetische Anspruch und die Gewandtheit im Umgang mit anderen Menschen. Da das Harmoniebedürfnis groß ist, zeigt sich die Waage-Sonne meist sehr freundlich und liebenswürdig. Auffallend ist der Wankelmut in Liebesdingen, Entscheidungsschwäche in Bezug auf Bindung oder Trennung. Die Waage liebt es beschenkt zu werden. Ihre Fähigkeiten liegen in vermittelnden Tätigkeiten.

Sonne im Skorpion

Die Sonne im Skorpion gibt ein überdurchschnittlich hohes Energiepotential und Durchsetzungsvermögen. Es handelt sich meist um kluge, aber auch stolze und bisweilen hochmütige Menschen. Auffallend sind die Gerissenheit in Geschäften sowie ein übergroßes Interesse an Exotischem. Die Leidenschaften können nur schwer beherrscht werden. Große Anfälligkeit für Schmeicheleien. Ausdauer und Zähigkeit zeichnen sie beim Verfolgen ihrer Ziele aus. Da sie einen angeborenen detektivischen Spürsinn haben und allen Dingen auf den Grund gehen wollen, zeigen sie sich oft sehr kritisch und bohrend. Neigung zu Eifersucht und Herrschsucht in der Liebe. Geeignet für Berufe, in denen sie ihren Forscherdrang ausleben können.

Sonne im Schützen

Die Schütze-Sonne macht grundsätzlich sehr freiheits- und unabhängigkeitsliebend. Jede persönliche Einschränkung ist ihr zutiefst zuwider. Das Wesen ist meist offen und ehrlich, leicht reizbar, aufbrausend, aber auch schnell wieder versöhnt. Weite Reisen spielen eine wichtige Rolle im Leben. Es besteht ein angeborenes Bedürfnis den eigenen Horizont ständig zu erweitern. Auffallend sind auch die Tierliebe und das große Mitteilungsbedürfnis. Bei schlechter Ausprägung angeberisch und prahlerisch.

Sonne im Steinbock  

Die Sonne im Steinbock erzeugt vorwiegend ernste Menschen, die vorsichtig, besonnen und geduldig durchs Leben gehen. Das Reden ist meist nicht ihre Sache. Schweigen und Handeln entspricht mehr ihrem Wesen. Durch große Ausdauer, Strebsamkeit und Fleiß werden hohe Ziele im Leben anvisiert. Sie planen dabei weit und umsichtig voraus. Das Privatleben ist mitunter Beruflichem untergeordnet. Verschlossenheit und die Schwierigkeit Gefühle offen zu zeigen, können die partnerschaftlichen Angelegenheiten bisweilen schwer belasten.

Sonne im Wassermann

Die Sonne im Wassermann erzeugt sehr exzentrische Menschen mit einem großen Drang nach Freiheit und Individualität. Auf Grund ihrer großen Menschenliebe verfügen sie meist über eine angeborene soziale Ader. Auffallend ist der schnelle Wechsel von Launen, Stimmungen und Zielen. Ihrer Sprunghaftigkeit haben sie zu verdanken, dass sie als wenig zuverlässig gelten. Manchmal bestehen absonderliche Neigungen. Aufgeschlossenheit gegenüber allem Neuen, während alte Formen vorwiegend abgelehnt werden. Ihre Stärke ist in ihrer ausgesprochen guten Intuition zu finden.

Sonne in den Fischen

Die Sonne in den Fischen gibt eine insgesamt weiche, hilfsbereite und liebenswerte Natur. Auf Grund ihres stark mitfühlenden und aufnahmebereiten Wesens gelingt es ihnen sich tief in andere Menschen einzufühlen. Sie sind die geborenen Seelentröster, Priester und Psychologen. Ihre Stärke ist aber auch zugleich ihre Schwäche. Sie werden von anderen leicht ausgenutzt und können sich nur schwer im täglichen Leben durchsetzen. Ihre ausgeprägte Fantasie beherrscht ihre Gefühle und Gedanken. Die Neigung sich gehen zu lassen und vor der Realität zu flüchten, ist zeitweise sehr groß. Eiserne Selbstdisziplin ist hier Voraussetzung um Erfolg im Leben zu haben.  


Astrologische Konstellationen                                                                        

Juni 2024

Der Juni kann ein großartiger Monat mit tollen Erfolgen werden. Einige Hürden gibt es unter diesem Jupiter dennoch zu bewältigen. Schwierig könnten vor allem die schwierigen Aspekte von Sonne, Venus werden. Menschen, die gerade im Tief sind, müssen aufpassen, dass sie sich von der Düsternis dieser Tage nicht zu sehr einnehmen lassen. Achten sollten wir zudem auf die Tage zwischen dem 16. und 21.06., in denen Merkur, Venus und die Sonne im Quadrat zu Saturn arg müde machen können. Betroffen sind hier vor allem die letzten Daten von Zwillinge, Jungfrau, Schütze und Fische sowie die ersten Daten von Widder, Krebs, Waage und Steinbock. Sie brauchen jetzt viel Erholung.

Fazit: Wir haben einen sehr dichten Monat vor uns mit unglaublich spannenden Aspekten, was den Monat sehr intensiv macht. Wir hatten ja schon im April eine Jupiter-Uranus-Konjunktion, im Mai ein Jupiter-Neptun-Sextil. Der Planet des Glücks, des Aufbaus und der Erweiterung steht uns sehr gut zur Seite. Auch in diesem Juni bildet er einen sehr positiven Aspekt.

Magischer Neptun und die Geister, die wir rufen
Seit dem 4. April 2011 befindet sich Neptun in den Fischen, seinem eigenen Herrschaftsbereich. Immer mehr nähert er sich nun dem Ende der Fische an, wird am 2. Juli allerdings noch einmal rückläufig, um dann am 30. März 2025 in den Widder einzutreten. Die letzten Grade der Fische, in denen er sich momentan bewegt, haben einen erheblichen Einfluss von Pluto, dem Planeten der Macht und des Stirb und Werde. Man könnte daher von einem geradezu magischen Neptun sprechen, der sich seit 23. Mai allerdings im sogenannten Vakuumbereich aufhält, den letzten 30 Bogenminuten eines Tierkreiszeichens, der immer eine Art Niemandsland darstellt, kurz vor dem Übergang in das nächste Tierkreiszeichen.
Das Vakuum zwischen den Tierkreiszeichen wird vielfach auch als neptunischer Bereich bezeichnet, in dem die Planeten indifferent und unklar in ihrer Wirkung werden. Kritisch muss daher vor allem das Quadrat zwischen Sonne und Neptun gewertet werden, das um den 20. Juni 2024 herum wirksam ist. Es hat viel mit Heimlichkeiten, möglicherweise aber auch mit falschen Vorstellungen und Entscheidungen zu tun, vor allem wenn der Wunsch Vater des Gedankens ist.
Unsere Wunschvorstellung können unter der aktuellen Neptun-Stellung im Vakuumbereich noch bis 14. August nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben. Darauf sollten wir derzeit besonders achten. Dennoch hat Neptun im Vakuumbereich unter dem Einfluss des Plutos doch auch eine ganz besondere spirituelle Bedeutung. Die Kraft der Wünsche ist enorm, wenngleich wir eben aufpassen sollten, was wir uns wünschen. Ansonsten ergeht es uns wie dem Zauberlehrling in Goethes gleichnamiger Ballade, der die Geister, die er rief, nicht mehr loswurde.
Spätestens ab dem 2. Juli, wenn Neptun rückläufig wird, haben wir die Gelegenheit, über unsere Wünsche nachzudenken, um uns klar darüber zu werden, was wir wirklich wünschen. Denn auch das Wünschen ist nicht immer so einfach und selbstverständlich und ohne Risiken. Manchmal haben wir vielleicht Wünsche, hinter denen sich völlig andere Beweggründe verbergen, als wir denken. Denn Wünsche entstammen immer auch unbewussten Motivationen, die oftmals völlig unklar für sind oder mit persönlichen Konflikten behaftet, denen wir versuchen auszuweichen. Werden solche Wünsche erfüllt, kann das Leben chaotisch werden, aus dem Ruder laufen. Passen wir also auf, welche Geister wir rufen und denken genau darüber nach, was wir uns wirklich wünschen, befreit von jedem äußeren Schein.