Claudia Haak 

Psychologie

 


Lerne, Zeichen zu sehen und folge ihnen
Wenn du um Zeichen bittest, werden sie dir gegeben. Du musst nur lernen, wirklich wach und offen zu sein und zu hören und zu sehen. Und immer wieder zu bitten.

Mache es dir zur täglichen Praxis, um Zeichen zu bitten, und dann höre und schaue. Und vergiss nicht, auch hier gilt, dass das Leben andersherum funktioniert. Wenn du dafür dankst, dass deine Bitte erfüllt wird, kann sie viel leichter wahr werden, weil du innerlich schon da bist, wo du äußerlich noch hinmöchtest.

Unser Gehirn und unser Körper haben ein Schmerzgedächtnis, und auch unser Herz speichert alte Wunden. So entsteht im Laufe der Zeit ein negatives Energiefeld in uns, quasi eine lebendige innere Schmerzpersönlichkeit, die sich aus all dem Schmerz geformt hat, der uns widerfahren ist. Eckhart Tolle hat für die eingeschlossene Lebensenergie den Begriff „Schmerzkörper“ geprägt. Stelle dir diesen Schmerzkörper am besten als ein inneres Energiefeld vor, das aus all den negativen Emotionen besteht, die du nicht durchlebt, sondern verdrängt hast. Verdrängt ist aber eben nicht weg. Und so wirkt dieses Energiefeld unterschwellig ständig in dein Denken und Fühlen hinein und blockiert deinen natürlichen Fluss.

Denke daran: Alles, was in uns ist, tritt in Resonanz mit etwas im Außen. Natürlich auch das, was uns nicht bewusst ist. Und natürlich auch der Schmerzkörper in uns.

Ent-täuschen bedeutet, die Täuschung aufzulösen und die Wahrheit zuzulassen, bei anderen genauso wie im eigenen Herzen.

Einer der Gründe, warum das Manifestieren bei so vielen Menschen nicht funktioniert: Sie wollen den Schmerz, den sie in sich tragen, im Außen beseitigen. Aber damit nehmen sie nur den Spiegel von der Wand, um sich in ihm nicht mehr anschauen zu müssen. Dein Leben wird erst dann immer voller, tiefer und erfüllender, wenn du dich selbst liebst und annehmen kannst als derjenige, der du bist – mit allem Schmerz und aller Angst. Je mehr du deinen Schmerz annehmen lernst, desto mehr authentische Liebe entwickelst du und strahlst sie aus.

Der Schmerz will dir helfen, auch wenn es sich zunächst überhaupt nicht so anfühlt. Schmerz – auch körperlicher – zeigt immer an, dass etwas in dir nicht mehr im Einklang mit deinem eigentlichen Wesen ist. Dass du die Verbundenheit mit deinem höheren Selbst, zum Feld, zu deinem göttlichen Sein verloren hast und dass etwas in dir – vielleicht völlig unbewusst – im Selbstbetrug ist und an Mangel und Angst glaubt.

Viele unserer Zellen erneuern sich innerhalb von Tagen, manche Organe innerhalb von Monaten, und unser Körper erlebt innerhalb von 7 Jahren eine Rundumerneuerung. Wir sind also auf körperlicher Ebene heute nicht mehr die, die wir noch vor einiger Zeit waren. Vor diesem Hintergrund dürfte es keine chronischen Krankheiten geben, wenn sie ihre Ursache nicht auf einer ganz anderen Ebene als der rein materiellen hätten. Denn es gibt die alte Materie ja gar nicht mehr. Das, was es immer noch gibt, ist die Software in unserem Kopf, die unsere Zellen informiert. Wenn unser Körper, unsere Organe und unsere Zellen Schmerz und Krankheit erleiden, dann leiden sie unter unserem Denken.

Unser Denken ist die Software, die alle Krankheiten ansteuert. Und chronisch schmerzhaftes Denken erzeugt chronisches Leid. Unsere Gedanken senden die ganze Zeit Informationen in unseren Körper und in unser Leben hinein und bestimmen so unsere Realität im Innen und im Außen. Jeder Gedanke sorgt für die Ausschüttung chemischer Stoffe in unserem Körper, und jeder Stoff erzeugt einen anderen Zustand in uns. Wenn unser Gehirn Serotonin, Dopamin oder Oxytocin ausschüttet, fühlen wir uns gut. Schüttet unser Körper Cortisol aus, weil wir Angst haben oder gestresst sind, dann schwächt ihn das und sorgt für negative Gefühle.

Diese Gefühlsenergie in uns bestimmt außerdem, wie wir andere Menschen und die Welt da draußen wahrnehmen. Das beeinflusst wiederum im Rückschluss unser Denken, was dann zu Verschaltungen in unserem Gehirn führt, die wiederum chemische Prozesse in unserem Körper auslösen usw.
Das bedeutet, dass bestimmte Glaubenssätze aufgrund von bestimmten Erfahrungen bestimmte Auswirkungen auf unseren Körper haben und damit zu bestimmten Schmerzen und Krankheiten führen.