Psychologie
Säe mit deinen Gedanken und Gefühlen ständig neue Samen aus
Das aufregendste, was du tun kannst ist. Deine Vorstellungen ins Leben und in die Realität hineinzuträumen.
In diesem schöpferischen, fühlenden Zustand erlebst du alles eher wie ein Kind. Wenn du ein Kind beim Spielen beobachtest, wirst du oft feststellen, dass das Kind mit Haut und Haaren das fühlt und erlebt, was es sich vorstellt. Es fühlt gerade wie die Prinzessin, zu der es in seiner Fantasie geworden ist. Es spricht wie die Prinzessin. Es geht wie die Prinzessin. Es durchlebt Szenen aus dem vorgestellten Leben der Prinzessin, und es zieht sich an wie die Prinzessin. Es war den ganzen Nachmittag lang Prinzessin.
Mache es den Kindern nach und träume dich in die Erfahrungen, die du dir wünschst, so intensiv und realistisch hinein, wie du nur kannst. Dein Leben wird sich sehr beschleunigen und wie durch Wunder verändern, je öfter du in einem erfinderischen und fantasievollen Zustand dessen bist, was du dir wünschst. Je öfter und begeisterter du dich fühlst und innerlich durchlebst, was sich für dich gut anfühlt, desto schneller wird es in deinem Leben auftauchen. Allerdings wird dein Leben sich dann verändern und sich vom Gewohnten lösen.
Das ist eine weitere Hürde, die es zu nehmen gilt: Du musst aushalten lernen, dass du dich von anderen Menschen- zumindest vorübergehend – entfernst, wenn du zur Schöpferin deines Lebens wirst. Wenn du deine guten Gefühle in das hineinträumst, was ist, wenn du von dem, was ist, als vermeintliche Realität loslässt und wenn du nicht mehr bereit bist, dich gemeinsam mit anderen über Dinge aufzuregen, sondern stattdessen bereit bist, dich überraschen zu lassen wie ein Kind – dann wirst du dich verändern und aus gewohnten Abläufen herauswachsen. Und nicht selten wirst du aus dem Staunen nicht herauskommen, wenn du siehst, was auf einmal alles möglich ist.
Es gibt in diesem Prozess eine Hürde, mit der du vermutlich nicht rechnest: Wenn du allmählich auf diese Art schöpferisch wirst, stellst du wahrscheinlich irgendwann fest, dass du nicht so recht weißt, was du träumen sollst. Du stehst da und denkst: Okay, jetzt darf ich träumen und fühlen, was ich will – aber was will ich denn nur? Was ruft denn eigentlich ein Gefühl echter Freude, von Begeisterung, Dankbarkeit, Staunen und tiefer Verbundenheit in mir hervor?
Fange an, schriftlich ein Szenario zu entwerfen. Was könnte ein wunderbares Erlebnis für dich sein? Was wäre, wenn die gute Fee dir einen Wunsch erfüllen würde? Was wäre ein magischer Moment?
Und dann, wenn die Träume deutlicher werden, gilt es, das Träumen langsam zu deiner festen Gewohnheit zu machen und im Alltag dranzubleiben: Träume beim Spülen, beim Bügeln, in der Badewanne, beim Spazierengehen. Frage dich, was dein Wunsch sein könnte. Warte einen Moment, was dir in den Sinn kommt. Wage dich mit deiner Fantasie weiter hinaus, träume größer und verrückter. Und auf einmal werden deine Gefühle intensiver. Erst kommt eine leichte Freude auf, dann Vorfreude, dann Wonne, Glückseligkeit, Begeisterung, Dankbarkeit. Das alles sind die Zustände, in denen wir uns möglichst immer öfter befinden sollten. Warte nicht auf perfekte Umstände. Fordere den jetzigen Moment zurück, öffne dich durch den Nebel deiner Vergangenheit hindurch ins jetzt und träume dich in dein wahres, freudiges Leben im Einklang mit dir selbst.
Was ist das Leben, das du leben willst? Was könnte noch alles kommen? Was ist noch unglaublicher als alles, was du dir je erträumt hast? Welches Gefühl, welche Vorstellung bereitet dir das größte Wohlgefühl? Wie fühlt es sich an, wenn eine Blockade einfach weg ist aus deinem Leben?
Was wäre ein Symbol, ein Bild, das deinen Idealzustand ausdrückt? Lasse dir dann einen Moment Zeit, entspanne dich am besten mit geschlossenen Augen und warte, was dir in den Sinn kommt. Vergiss beim Träumen nicht: Es geht nicht um Dinge, sondern um dein Sein.
Wenn du von Dingen träumst, von einem neuen Auto oder einem neuen Haus, dann solltest du dich immer nach dem Zustand, nach dem Gefühl fragen, das du erlebst, wenn du dieses Objekt besitzt. In Wahrheit geht es immer um Gefühle und nie um Objekte. Selbst wenn du dich nach einem Menschen sehnst, sehnst du dich eigentlich nach einem Gefühl in dir selbst. Frage dich: Wie fühle ich mich, wenn dieser Mensch in meinem Leben ist? Was ist dann anders in mir? Und dann finde heraus, wie du dich aus dir selbst heraus in diesen Gefühlszustand emporschwingen kannst.
Frage dich immer wieder: Was fühle ich jetzt gerade? Und was möchte ich stattdessen fühlen?