Claudia Haak 

Psychologie

 


Denke daran: Dein Gehirn kann nicht unterscheiden, ob du dir etwas vorstellst oder ob du eine reale Erfahrung machst. Das Wichtige ist also jetzt, dass du übst, das Neue so lebendig zu fühlen, als sei es geschehen, damit sich später reale Ergebnisse einstellen. Das ist der schwierigste Teil – unseren Körper durch unsere neuen Gedanken und Gefühle im Voraus zu lehren, wie sich eine Erfahrung in der Zukunft tatsächlich anfühlt. Bisher waren wir gewohnt zu warten, dass glückliche Umstände eintreten, ein neuer Partner auftaucht, sich Erfolg einstellt oder uns Wohlstand zufließt.

Das ist das unbekannteste Terrain, dass du je betreten hast, weil du aktiv etwas denken und fühlen musst, das nicht dem entspricht, was dein Denken und Fühlen dich gerade erleben lässt. Du musst etwas Neues denken und fühlen und auch noch darauf vertrauen, dass dieses Denken und Fühlen eine neue Realität erschafft. Wenn du das regelmäßig übst, verdrahtet dein Gehirn sich neu und ist nicht länger eine Aufzeichnung deiner Vergangenheit, sondern wird zu einer Landkarte für deine Zukunft. Und wenn du lang genug übst, der Mensch zu sein, der du gerne sein willst, dann wird deine Hardware zu deiner Software, und dein Gehirn beginnt, genau die Signale abzufeuern, die dich dazu bringen, dich anders zu fühlen und zu benehmen.

Das Hauptproblem am Schmerz ist nicht der Schmerz selbst, sondern unser Widerstand dagegen. Der Widerstand hält uns im Schmerz gefangen.

Das schlimmste Gefühl, die schmerzlichste Überzeugung, das unangenehmste Körpergefühl. Und genau da hinein öffnest du dich. Werde innerlich annehmend und weich. Nimm ein paar tiefe Atemzüge und stelle dir vor, wie du mit deinem Atem genau dorthin gehst. Lasse die Schultern sinken und sage in deiner Vorstellung bewusst Ja zu dem, was ist. Atme weiter dort hinein und lasse los. Sei annehmend und liebevoll, während du dich für den Schmerz öffnest.

Grundsätzlich im Alltag offen zu bleiben, gar nicht erst in Widerstand, Angst und Verhärtung zu gehen und so ständig mit dem alten wie mit dem frischen Schmerz umzugehen und ihn weich zu halten sollte zu deiner festen Gewohnheit werden.

Noch nie zuvor sind Beziehungen so problematisch und konfliktgeladen gewesen wie jetzt. Du hast sicher schon bemerkt, dass sie nicht dazu da sind, dich glücklich oder erfüllt zu machen.

Wenn du versuchst, durch eine Beziehung Erlösung zu finden, dann wirst du wieder und wieder enttäuscht werden. Wenn du aber akzeptierst, dass Beziehungen dazu da sind, um dich bewusst zu machen statt glücklich, dann wird deine Beziehung dir Erlösung bieten und du wirst mit dem höheren Bewusstsein in Einklang kommen, das in diese Welt geboren werden möchte. Alle, die an den alten Mustern festhalten, werden in zunehmendem Maße Schmerz, Gewalttätigkeit, Verwirrung und Verrücktheit erleben.