Psychologie
Justiere dein Denken, wenn dein Leben dir nicht behagt
Dieser Prozess bringt ein ständiges Feinjustieren mit sich. Langsam, aber sicher siehst du die Dinge mit anderen Augen. Wenn du Erfahrungen machst, die du nicht magst, dann frage dich: Wo bin ich mit meinem Denken und Fühlen nicht im Einklang mit dem, was ich mir wünsche? Wenn vieles in deinem Leben nicht so ist, wie du es gern hättest, frage dich: Zweifle ich daran, dass mehr möglich ist? Glaube ich an meinen Erfolg? Denke ich überwiegend pessimistisch? Bin ich oft skeptisch? Beschäftige ich mich immer wieder mit Problemen aus der Vergangenheit? Stelle ich mir lieber erst mal die Schwierigkeiten vor als die Lösung? Will ich mich lieber nicht zu früh freuen? Den Tag nicht vor dem Abend loben?
Dieses Vorsichtsdenken ist kontraproduktiv: Wir bremsen mit diesem scheinbaren Realismus das Leben und halten Lösungen und Träume von uns fern. Statt die zu werden, die wir werden wollen, bleiben wir Zweifler und Skeptiker und beschäftigen uns mit Dingen, die wir nicht wollen.
Es ist elementar wichtig, sich klarzumachen, dass das Gesetz der Resonanz die Vereinigung nicht kennt. Wenn du denkst, „ich möchte ihn nicht verlieren“, „DAS darf mir bloß nicht wieder passieren“ oder „Ich möchte auf gar keinen Fall weniger verdienen“, ist es gut möglich, dass genau das eintreten wird. Denn in dem Moment, wenn du etwas nicht willst, bist du damit beschäftigt, und deshalb wird dein Geist genau dies anziehen.
Wenn du dich und die Situation beobachtest, kannst du eine bewusste Entscheidung treffen, indem du dich fragst: Was wünsche ich mir eigentlich?
Solltest du gerade noch im Widerstand, in Abwehr oder Frust, in Resignation oder Ohnmacht schwingen, kannst du vermutlich nicht gleich zu Begeisterung und inniger Liebe wechseln. Der Sprung würde wahrscheinlich nicht funktionieren und nur noch mehr Widerstand erzeugen.
Aber du kannst deine Schwingung schon positiv verändern, indem du erst einmal annimmst, wie du dich fühlst und tief durchatmest. Dann kannst du in ein leicht erhöhtes Gefühl umschalten, indem du für irgendeine Kleinigkeit dankbar bist. So schaukelst du dich in eine neue Schwingung. Das ist einfach eine Übungssache, die dir mit wachsender Bewusstheit immer leichter fallen wird.
Wirklich zu spüren, dass du selbst der Schöpfer deines Lebens bist – das ist in Wahrheit deine Lebensaufgabe.
Wenn du lernen willst, immer seltener mitgerissen zu werden, dann brauchst du ganz regelmäßig und konsequent feste Zeiten der Stille, in denen du aus dem fahrenden Zug aussteigen und dich auf ein neues Ziel ausrichten kannst. Du brauchst den leeren Raum der Stille, um auf Entdeckungsreise, aber auch auf Schöpferreise gehen zu können.
Solange du nicht still und präsent bist, kannst du keinen Raum schaffen für das Neue. Erst wenn du lernst, still zu sein, wirst du hören und fühlen, was du gewohnheitsmäßig und selbstverständlich denkst und fühlst.
Egal, was ist, ab jetzt heißt es immer wieder, über den eigenen inneren Zustand zu wachen und ihn, falls nötig, zu drehen. Also gilt es, mitten im Gemecker, in der Angst, im Widerstand oder in der Abwärtsspirale innezuhalten, durchzuatmen und dich aus dem Nichts Millimeter um Millimeter innerlich höher zu schwingen, wie auf einer Schaukel immer mehr Schwung zu nehmen.
Es geschehen unzählige Dinge in unserem Leben, die wir nicht steuern und nicht ändern können, da es nicht in unserer Macht liegt. Was aber sehr wohl in unserer Macht liegt, ist, wie wir darauf reagieren. Da liegt der Hebel. Deine Reaktion auf das, was ist, gibt dir Schöpferkraft und lenkt dein Leben in neue Bahnen.