Claudia Haak 

Partnerschaft



Das Wichtigste bist du und deine Beziehung zu dir selbst. Wie du dich fühlst und wie es dir in deinem Leben geht, hängt nicht in erster Linie davon ab, was du innerhalb der Beziehung tust, sondern was die Beziehung mit dir macht. Und wie du damit umgehst.

Auf dem Weg zu der inneren Befreiung geht es nicht darum, sich von dieser Beziehung oder jenem Menschen zu befreien. Es geht darum, sich von den Zwängen und Mustern zu befreien, die durch eine spezielle Beziehung oder durch Beziehungen allgemein ausgelöst werden.

Wenn zwei Menschen miteinander eine Liebesbeziehung eingehen, stehen sie vor der großen Aufgabe, den Teil ihrer Verbindung, der Liebe ist, mit dem Teil, den man Beziehung nennt, auf möglichst gute Weise zu vereinen.

Vielleicht erinnerst du dich: Niemand, der länger bleibt, lernt dich zufällig kennen. Er kommt, weil er etwas fühlt. Und du reagierst darauf und fühlst ebenfalls etwas. Damit ist eine unsichtbare innere Verbindung zwischen euch entstanden. Eine unterbewusste, „gefühlte“ Beziehung.

Gleichzeitig siehst du den anderen, erlebst, wie er sich bewegt, hörst, was er sagt und wie er sich ausdrückt. Du beobachtest, wie er sich verhält. Vielleicht gefällt dir das, und dem anderen gefällt, was er von dir erlebt. Damit ist eine sichtbare Verbindung zwischen euch entstanden. Das ist der bewusste Teil, die „gelebte Beziehung“.

Diese gefühlten und gelebten Verbindungen sind die Kräfte, die eure Beziehung herstellen. Sie haken sozusagen ineinander ein, und einmal eingehakt, bestimmen sie zum großen Teil den konkreten Ablauf eurer Beziehung oder späteren Partnerschaft.

Wenn dir zum Beispiel dein Partner über die bewusste Verbindung sagt: „alles in Ordnung“ und dich dabei anlächelt, aber auf der unterbewussten Ebene finden seine Gefühle etwas gerade nicht in Ordnung, so wirst du das spüren. Wenn Fühlen und Sagen verschieden sind, stimmen die beiden Beziehungsebenen nicht überein, und es wird dir nicht gut gehen. Was immer du also auf diesen beiden Ebenen miteinander austauschst und wie du es austauschst, entscheidet über deine Gefühle von Glück und Liebe oder von Unerfülltheit und Einsamkeit.

Die drei großen verbindenden Kräfte zwischen Menschen sind:
Schicksal: Der übergeordnete Plan, dem die höheren Anteile von euch beiden schon lange und vielleicht sogar gemeinsam folgen. Diese Kraft beinhaltet eine ganz bestimmte höhere Absicht, zu deren Verfolgung du immer wieder Impulse erhältst und die dich in deiner Beziehung leiten kann.
Resonanz: Die magnetisch wirkende Kraft, die erstens dafür sorgt, dass ihr beide an einen Ort kommt und euch begegnet, und zweitens, dass ihr euch erkennt und voneinander angezogen fühlt, wenn ihr euch über den Weg lauft. Bestimmte Faktoren passen auf ganz bestimmte Weise, so wie Puzzleteile, zusammen und reagieren deshalb aufeinander. Das kannst du fühlen und spüren, in Form von Attraktivität, Vertrautheit und Ähnlichkeit.
Aufgabe: Das, was du im Laufe der Beziehung entdecken wirst und was dich wachsen lassen wird. Und was du loslassen wirst, wenn du es erkannt und erledigt hast.

Liebe ist nicht dasselbe wie Beziehung, sie hat einen besonderen Platz.